Man arrangiert sich

Von unserem Mäuschen gibt es keine Fotos. Man sieht es immer nur kurz.

Dafür kann man die Spuren, die es hinterlässt lange betrachten. Den Winter hat es fröhlich in meiner Werkzeugkiste verbracht und sich vom dort gelagerten Grassamen ernährt. In der Trockenmauer hat es Gänge gegraben und die überzählige Erde auf dem Rasen verteilt.

Es knabbert auch manchmal den Müllbeutel mit Kompost an, wenn dort meine Tochter mal wieder die Reste aus den Vogelkäfigen entsorgt hat.

Folge ist, entweder springt einem etwas entgegen, wenn man den Beutel öffnet, oder man hinterlässt eine Schleifspur mit Vogelsand, wenn man den Sack zur Deponie bringen will. Man kommt dem Mäuschen oft erst Spät auf die Spur. Ungefähr achtmal habe ich das Stück Rasen vor der Trockenmauer, das unsere Maus unter Erde versenkt hatte nachgesäht. Nie kam auch nur ein Grashalm auf die Welt. Ich hatte sämtliche Vögel des Gartens in Verdacht, bis ich Madame oder Monsieur auf frischer Tat ertappte. Irgendwie mag ich sie, und ich versuche den Schaden möglichst einzugrenzen.