Meine Freunde

Meisen, Amseln, Zaunkönige, Spatzen und vor allem Rotkehlchen zeigen eine gute Mischung aus Respekt und Zutraulichkeit. Deshalb vergrößern wir den Respekt, den sie vor uns haben nicht unbedingt, und lassen sie in Ruhe, wenn sie brüten. Das muss nicht etwa bedeuten, dass wir den Garten nicht mehr betreten. Wenn die Eier erst einmal im Nest liegen, hält keine Gartenfete die Eltern mehr davon ab, zu brüten. Zu unserem Erstaunen holten die Eltern anfangs das Futter für die Jungen nicht aus unserem sondern aus Nachbarsgarten. Unser Ungeziefer rührten sie nicht an. Später aber, als die jungen Vögel forscher piepsten, kamen die Eltern kaum mit dem Füttern nach und die Schädlinge in unserem Garten mussten dran glauben. Chemie ist in unserem Garten nicht angebracht. Zum einen laufen im Sommer die Wasserschildkröten über den Rasen, zum anderen brauchen wir dank der vielen Meisen und Rotkehlchen eigentlich keine Schädlingsbekämpfungsmittel. Vor dem Schneckenkorn stehe ich manchmal etwas verträumt, aber ich rette meine Dahlien zum Teil mit Bier.