Junge Vögel, die irgendwo im Gebüsch krabbeln, sind keine hilflosen Geschöpfe. Sie sind zwar oft unbeholfen, werden aber gut von ihren Eltern bewacht und versorgt. Man tut ihnen nichts Gutes, wenn man sie einfach mitnimmt und sie zu Hause in einen Käfig setzt – mittenrein in Wellensittichfutter oder Haferflocken. So brachte man mir vor Jahren eine Meise. „Du kennst dich doch damit aus.“
Das arme Tier sperrte den Schnabel auf und brauchte eine Ladung Wasser aus der Spritze und als Insektenfresser einen dicken Batzen weiches Insektenfutter.
Wer sich richtig auskennt, das sind die Auswilderungsstationen. Sollte man nun wirklich einen Vogel finden, der lange Zeit an einer Stelle sitzt und nicht gefüttert wird, kann es sein, dass irgendein Missgeschick passiert ist. (Vielleicht aber auch das Missgeschick, dass man direkt neben dem Jungtier gestanden hat und die Eltern sich nicht trauen. Eigentlich recht naheliegend.)