Schnarre ein Gauner

Auch wenn Schnarre bisher selber geschrieben hat. Jetzt will ich mal was dazu sagen.
Der arme Kerl wird vermutlich gar keine Artgenossen kennen. Er kennt Käfige, das hat er bereits gezeigt. Er kennt den Freiflug, dieses Bedürfnis hat er schon kraftvoll angemeldet. Aber mit anderen Springsittichen hat er vermutlich wenig Kontakt gehabt. Seine kleine Freundin, Erna heißt sie bis jetzt, schickt er ganz schön machomäßig durch den Käfig. Da müssen wir uns vielleicht umgewöhnen, denn unsere anderen Papageien kuscheln mehr, als dass sie sich jagen. Der gute Junge muss sich wahrscheinlich erst an Artgenossen gewöhnen. Da er aber sehr intelligent erscheint, wird es ihm gelingen.

Mein Mann nennt ihn mittlerweile Hein Mück, denn weder Forrest Gump noch Schnarre sind nette Namen.

Und so wie es aussieht wir er wohl bei uns bleiben. Mehr als den gesamten Kreis Mettman zu informieren mit Zeitung und Tierheimen können wir nicht machen. Obwohl ich immer noch den verzweifelten Vogelbesitzer vor Augen habe, dem der Vogel einfach so abhaut. Bei Hein Mück
- alias Schnarre, alias Forrest Gump - kann ich mir das gut vorstellen. Er fliegt für sein Leben gern und wir werden unser Wohnzimmer springsittichsicher gestalten müssen.

Eine Lampe ist schon von der Stromversorgung abgeklemmt, Heim Mück hätte sich fast seinen Schwanz daran verkokelt. Wir lernen stündlich dazu.
Aber unser Entschluss steht fest: Mit und ohne Hein Mück, wir werden bis auf weiteres ein Springsittichpärchen halten. Wenn sich sein Besitzer meldet, hat Haus Lünz bestimmt noch einen Mann für uns.